Handball 3. Liga

Balsam für die Seele

26. Januar 2020, 18:20 Uhr

Johannes Krüger behielt gegen Fischbek kühlen Kopf und traf gleich elf Mal. Foto: Sven Geißler

Flensburg. Glücklich und zufrieden, war die Gefühlslage bei Kai Nielsen, Trainer der Oberliga-Handballer des DHK Flensborg, nach dem sicheren und in der Höhe verdienten 36:20-Sieg beim TV Fischbek. 


Dabei hatte der DHK-Trainer vor dem Spiel beim Schlusslicht noch Sorge, wie seine Mannschaft den herben Dämpfer aus der Vorwoche gegen die HSG Schülp-Westerrönfeld-Rendsburg weggesteckt hat. Zurecht, zumindest in den ersten zehn Minuten, wo der 2:7-Rückstand Böses hätte erahnen lassen können. Immerhin fing sich Torhüter Björn Vogeler-Schibrath nach knapp neun Minuten bereits die Rote Karte - eine Initialzündung. »Die Rote Karte war berechtigt. Wir wollten zunächst den Fokus auf Sicherheit und Stabilität legen. Das dauerte etwas, aber wir haben nie die Ruhe verloren. Der Druck auf die Mannschaft, war da. Die Abwehr produzierte aber etliche Ballgewinne und wir konnten gut ins Tempospiel gehen. Das hat weiter Sicherheit gegeben«, war Nielsen zufrieden. 

Bis zur Pause hatte der DHK das Spiel gedreht und startete mit einer 16:11-Führung in den zweiten Durchgang. Die endgültige Entscheidung führten die SdU-Handballer zu Beginn der zweiten Halbzeit bei. Mit einem 8:0-Lauf setzte sich der DHK vorentscheidend ab und spielte gegen immer ideenlosere Gastgeber den verdienten 36:20-Sieg nach Hause. Dabei nutzte Trainer Kai Nielsen den gesamten Kader und hatte zudem auch noch die Möglichkeit verschiedene Dinge zu testen. »Das war Balsam für die Seele. Alle haben gespielt, und die Mannschaft hat das Erlebnis der Vorwoche herausragend korrigiert. Das war wieder ein Schritt weiter nach vorne und zur Stabilität. Wir haben unseren Plan auch mit der Führung im Rücken bis zum Ende durchgezogen«, so Nielsen glücklich.

TV Fischbek:Tobuschat, Oyewusi - P. Misiak, Augustin, Kappel 2, Kiselev 4, Siemens 1, Kessler 2, Kabuse, Struß 5, Zielke, Clemens 3, Latendorf 3, D. Misiak.

DHK Flensborg: Wendt, Vogeler-Schibrath - de Bruin 1, Zinndorff, Honig 2, Desler 3, Bandemer 4, Blumenberg, Wickert Grossmann 4, Krüger 11/5, von Eitzen 6, Kristof 1, Wenske 3, Boyschau 1
Zeitstrafen: 4:2.
Siebenmeter:1:5.
Rote Karte: Vogeler-Schibrath (9./DHK)
Schiedsrichter: Buldmann/Bahr
Zuschauer: 200.

Juniorteam fängt sich herbe Auswärtsniederlage

Sowohl die SG Flensburg-Handewitt II als auch der TSV Hürup waren in der Handball-Oberliga der Männer an diesem Spieltag auswärts gefordert.
Der Bundesligaunterbau der SG Flensburg-Handewitt musste eine herbe Schlappe bei der HSG Schülp-Westerrönfeld-Rendsburg einstecken. Bei der 25:34-Niederlage waren die Flensburger nur mit neun Spielern und ohne Trainer Michael Jacobsen angetreten und bereits bis zur Pause mit 11:18 im Hintertreffen. Das Fehlen der A-Jugendlichen, die einen Doppelspieltag im Süden Deutschlands absolvierten, machte sich immer mehr bemerkbar. Die Last musste auf wenigen Schultern getragen werden und die auf einer Erfolgswelle schwimmende HSG nutzte dies in der zweiten Halbzeit gnadenlos aus. Am Ende stand so eine deutliche 25:34-Niederlage, die das Juniorteam der SG Flensburg-Handewitt im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga zurückwirft.


SG Flensburg-Handewitt II:Wilde - Reed 4, Jürgensen 2, Kooij 2, Persson 3, Bachmann 4, Ebeling 8/2, Aarskog 2, Kirschberger.

Starker Auftritt

Der TSV Hürup lässt sich auch durch den Ausfall von Top-Torjäger Ove Jensen nicht stoppen. Beim TSV Ellerbek steuerte die Mannschaft von Trainer Christian Lutter einem ungefährdeten 24:18-Erfolg entgegen.

Den Grundstein legten die Gäste dabei bereits im ersten Durchgang. Bis zur Pause erspielte sich Hürup eine 14:7-Führung. Bis zum Ende agierte der TSV Hürup clever und sicherte sich mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung den 24:18-Erfolg und bleibt damit im Schatten der Tabellenspitze.

TSV Hürup: Lübker, Ataman - Andersen, Lausen, Luca Kurth 4, N. Jensen 1, M. Jensen 4/1, Louwers 1, Hauenstein 3, Ewers 4, Hinrichsen 4, Fintzen 3.

Timo Fleth tif@fla.de