Zweiter Durchgang
Nicht nur der Rückstand, auch die Verletzung von Kentin Mahé stört das Spiel der Gäste. Beim Stande von 5:5 (19.) kommt der Franzose nach einem Sprung unglücklich auf und humpelt in die Kabine. Eine erste Schockdiagnose vom Spielfeldrand lautet Bruch im Sprunggelenk. In der Pause gibt es jedoch vorsichtige Entwarnung: kein Bruch und vermutlich auch kein Bänderriss, lediglich eine heftige Bänderdehnung. Eine genau Untersuchung wird am Donnerstag Ausfschluss geben.
In der Pause stellt SG-Coach Ljubomir Vranjes um und bringt Thomas Mogensen ins Spiel. Diese Maßnahme zeigt Wirkung. Flensburg geht 12:11 (35.) in Führung und hat jetzt die erhoffte ordnende Hand im Spiel.
Mitte der zweiten Halbzeit kommt auch Anders Zachariassen ins Spiel und trifft gleich zum 16:15 (45.). Flensburg geht jetzt erstmals mit zwei Toren in Front (18:16) und es sieht gut aus. Doch der HSV kämpft sich zurück. Immer wieder gleichen die Hausherren aus. Und so steht es kurz vor Spielende 19:19 (55.). Jetzt sind es Mogensen und Lauge, die mit starken Einzelleistungen einen erneuten Zwei-Tore-Vorsprung heraus holen (21:19). Zudem zieht Lauge eine Zeitstrafe gegen Piotr Grabarczyk (57.), der die Rote Karte sieht. Es ist die zweite gegen den HSV, nachdem Ilija Brozovic zuvor bereits Rot kassiert.Glandorf trifft zum 22:20 und als Pascal Hens neben das SG-Gehäuse feuert, ist der SG-Sieg perfekt. In den letzten Sekunden kommt Hamburg noch zum 21:22, aber die Zeit ist danach um.
"Hamburg hat so gespielt wie von uns erwartet. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht und zu viele Zwei-Minuten-Strafen kassiert. Außerdem haben wir viel verworfen und das hat dann für viel Unsicherheit gesorgt", so Eggert."Die zwei Punkte auswärts sind aber unglaublich wichtig. Letzte Saison haben wir auswärts oft Unentschieden gespielt. Dass haben wir diesmal vermieden."Und auch wenn es nicht besonders ansehnlich war, eine Spitzenmannschaft gewinnt auch ihre eher schlechteren Spiele. Dies hat Flensburg getan und darf sich nun auf das Topduell gegen die ebenfalls noch unbesiegte MT Melsungen (Tabellendritter) am Sonnabend (19 Uhr/Flens-Arena) freuen.
Ruwen Möller
Statistik
HSV Handball: Bitter, Vortmann – Schmidt, Schröder 1, Nenadic, Mortensen 1, Flohr 1, Grabarczyk, Damgaard 2, Brozovic 1, Lindberg 6/3, Brauer, Hens 2, Jaanimaa, Pfahl 6, Feld
SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Møller – Karlsson, Eggert 10/6, Glandorf 2, Mogensen 2, Svan 2/1, Djordjic, Jakobsson 1, Zachariassen 1, Toft Hansen, Gottfridsson 2, Lauge 2, Mahé
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies
Zuschauer: 5500
Siebenmeter: 5/3:10/8 (Mortensen über das Tor, Pfahl scheitert an Andersson – Eggert scheitert an Bitter, Svan an Vortmann)
Zeitstrafen: 6:8 (Brozovic 3, Flohr, Grabarczyk 3 - Toft Hansen, Eggert 2, Svan, Lauge, Mahé, Zachariassen)
Rote Karte: Brozovic (48., dritte Hinausstellung), Grabarczyk (57., dritte Hinausstellung)
| HSV Hamburg - SG FleHa | |
| Liga: | Bundesliga |
| Anstoss: | Mi - 09.09. 20:45 Uhr |
| Spieltag: | 4. Spieltag |
| Ergebnis: | 21 : 22 |
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