»Wir haben kein gutes Spiel gemacht«
Damit wiederholte der Linkshänder was er bereits unmittelbar nach Spielschluss in Paris analysiert hatte. Nicht etwa Katar hatte das Spiel gewonnen, Deutschland hatte es verloren. »Wir haben kein gutes Spiel gemacht«, so sein Kommentar. Auf die Frage, ob das DHB-Team bereits an ein mögliches Viertelfinale oder gar noch weiter gedacht hatte, sagte der Weltmeister von 2007: »Wir haben sicherlich nicht die Intensität wie gegen Kroatien hinbekommen, aber von der Einstellung her kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen«. Nach dem Gruppensieg in der Vorrunde schienen im deutschen Lager schon einige im Halbfinale, dass gestand selbst Dagur Sigurdsson. Der Bundestrainer sagte: »Vielleicht haben wir, auch ich, zu weit gedacht«. Eine ähnliche Situation erlebten die Dänen, die ebenfalls ihre Gruppe mehr oder weniger souverän gewannen, gegen den krassen Außenseiter Ungarn ausschieden und mit Platz neun somit das schlechteste WM-Ergenis seit 2005 (Rang 13) hinlegten. »Die WM begann gut, aber dann haben wir uns selber in ein Tief gespielt«, sagte Svan.
»Dachte wir kommen aus Tief wieder raus«
Der Rechtsaußen der SG meinte damit die letzten beiden Gruppenspiele gegen Bahrain und Katar, in denen Dänemark vor allem sein gefürchtetes Tempospiel nicht aufziehen konnte. »Ich dachte wir kommen aus diesem Tief wieder raus, aber das war nicht der Fall. Im Nachhinein muss man sagen, dass wir die Sache nicht ernst genug genommen haben«, so der Olympiasieger. Die Niederlagen der Dänen und Deutschen waren die ersten und bislang einzigen wirklich großen Überraschungen dieses Turniers. Pikante Randnotiz: Mit Dänemark und Deutschland sind ausgerechnet die beiden Nationen ausgeschieden, die in zwei Jahren gemeinsam die nächste WM ausrichten werden. Frankreich steht dagegen wie erwartet im Viertelfinale und trifft dort auf Schweden (Dienstag, 19 Uhr/www.handball.dkb.de).Dass die Mannschaft um Spielmacher Gottfridsson unter den besten Acht steht ist ebenfalls erstaunlich, schließlich wurde nach dem vorzeitigen Olympia-Aus 2016 ein komplett neues Team aufgebaut. Mit den beiden Flensburgern Tobias Karlsson und Mattias Andersson legten die beiden wichtigsten Akteure der letzten Jahre ihr Nationaltrikot ab und mit Kristján Andrésson übernahm ein neuer Coach. Der hat es geschafft, Schweden, das seine Spiele stets über eine gute Defensive gewann, in eine Offensiv-Maschinerie zu verwandeln. Das jüngste Team des Turniers hat mit 203 Toren bislang die meisten Treffer erzielt. Wichtigster Baustein im Angriff: SG-Mittelmann Gottfridsson der ein überragendes Turnier spielt. Genau auf seiner Position offenbarten sich sowohl bei den Dänen (Mads Mensah Larsen verletzte sich während des Turniers und Flensburgs Rasmus Lauge war nicht nominiert) und Deutschen (Martin Strobel legte eine Pause ein) Probleme, die ebenfalls zum jeweiligen WM-Fiasko führten.
Resume
Kun fem spillere fra SG Flensburg-Handewitt rejste til håndbold-VM i Frankrig. Det var så få, som ikke set længe. Og tre af dem er allerede hjemme igen. Såvel Lasse Svan, Henrik Toft Hansen (Danmark) som Holger Glandorf (Tyskland) udgik overraskende i 1/8-finalen med deres hold. Frankrig (Kentin Mahé) og Jim Gottfridsson (Sverige) er fortsat med. De to nationer tørner tirsdag sammen i kvartfinalen. Mens franskmændene som forventet er med, er svenskernes præstation mindst lige så overraskende som danskernes og tyskernes VM-fiasko.