SG siegte nach Krimi

Champions League

13.11.2015

Flensburg. Neunter Pflichtspielsieg in Serie. Die SG Flensburg-Handewitt hat sich von der Länderspielpause nur leicht aus dem Rhythmus werfen lassen, ist dabei aber erfolgreich geblieben. Gegen Kroatiens Serien-Meister und -Pokalsieger gewann der DHB-Pokalsiger nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 28:27 (12:13). Damit hat die SG in der Gruppe A der Champions League nun 10:4 Punkte auf dem Konto und Zagreb auf Distanz gehalten. 
»Es war wie immer nach einer Länderspiel-Unterbrechung: Die Spieler machen ein paar Fehler mehr und heute leider auch zu den falschen Zeitpunkten. Deswegen ist das Spiel so eng«, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes, fand insgesamt aber lobende Worte: »meine Jungs haben das ganze Spiel gekämpft, das war großartig.« Gäste-Trainer Veselin Vujovic meinte: »Beide Mannschaften haben einen wirklich guten Handball gezeigt und ich bin sehr stolz auf mein Team.« Die Kroaten führten schnell mit 5:1 und stellten die Förderstädter mit ihrer wechselnden Deckung immer wieder vor neue Aufgaben. Einzig Kentin Mahé war in der Lage, die Herausforderung durch individuelle Klasse zu lösen. Der Franzose traf insgesamt acht mal. In der Defensive lief es besser. Wie gewohnt, stand Mattias Andersson ein solides Spiel mit 14 Paraden und die gute Abwehr um Kapitän Tobias Karlsson half ihm dabei.

Eine weitere Verstärkung in der Verteidigung gab es durch Kresimir Kozina, der doch schon früher als ursprünglich angekündigt für die Champions League spielberechtigt war. Nach seiner Verpflichtung hieß es zunächst, der Kreisläufer dürfe erst im Rückspiel am 21. November in Zagreb international eingeifen. Ein genauer Blick in die EHF-Regularien ermöglichte jedoch schon jetzt sein Champions League-Debüt. Lasse Svan, der vier mal für die Flensburger traf, fasste die Partie folgendermaßen zusammen: »Wir haben mit so einem holprigen Spiel gerechnet. So ist das meist nach einer Länderspielpause. Wir brauchen dann immer einen Weile, bis wir wieder in unseren Rhythmus und zu unserem Spiel finden. Die Zagreber haben uns überdies hinaus wirklich gefordert. Sie haben ständig ihre Abwehr gewechselt. Das hat bei uns dann immer etwas gedauert, bis wir die richtigen Lösungen gefunden haben.« Nun freuen sich die Flensburger auf das Rückspiel am 21. November in Zagreb, bei dem sie zeigen wollen, dass sie die Umstellung der gegnerischen Abwehr schneller lösen können. Zuvor müssen sie aber erst noch am Sonntag zum THC Eisenach und am Mittwoch (19 Uhr) gegen Hannover in der Bundesliga ran. 
Grit Jurack 

SG Flensburg-Handewitt: Andersson – Karlsson, Eggert 2, Glandorf, Mogensen 2, Svan 4, Wanne 2, Jakobsson 3, Toft Hansen 4, Lauge 1, Mahé 8, Radivojevic, Kozina 1  HC PPD Zagreb: Stevanovic, Ivic – Sabljic, Vujic 1, Stepancic 6, Kontrec 3, Sebetic 2, Markovic 2, Rakovic 1, Horvat, Sandrk, T. Valcic, Obranovic 3, Pavlovic 9  Schiedsrichter: Dinu/Din Rumänien  Zeitstrafen: 3:4 Minuten (Jakobsson, Mogensen, Wanne - Horvat, Pavlovic, Stepancic, Kontrec)  Siebenmeter: 2/2:-;  Zuschauer: 4587