Jim Gottfridsson (Schweden):
Das Herzstück des schwedischen Angriffsspiels. Der Spielmacher war Dreh- und Angelpunkt. Der 24 Jahre alte Flensburger verwandelte 35 seiner 48 Würfe (gute 73 Prozent) und war nach den Außenspielern Niclas Ekberg (43) und Jerry Tollbring noch dazu drittbester schwedischer Werfer. Gerade in den Hop-oder-Top-Spielen gegen Weißrussland (acht Treffer aus acht Würfen) und WM-Gastgeber Frankreich (sieben von neun Versuchen zappelten im Netz), die Schweden beim 30:33 im Viertelfinale am Rande einer Niederlage hatte, war Gottfridsson zur Stelle. Der Mann mit der 24 auf dem Rücken spielte mit 258 Minuten am meisten aller SG-Spieler. Note: 2
Holger Glandorf (Deutschland):
Der Linkshänder stieß vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kroatien zum Team. Deutschland gewann - Glandorf traf aber nicht. Das tat er dann viermal im Achtelfinale gegen Katar - Deutschland aber verlor. Der Mann im rechten Rückraum verwandelte 50 Prozent seiner Würfe und spielte insgesamt 35 Minuten. Holger Glandorf übernahm gegen Katar als einer der ganz wenigen Verantwortung - an ihm lag es mit Sicherheit nicht, dass Europameister Deutschland so früh die Koffer packen musste. Note: 3
Henrik Toft Hansen (Dänemark):
Der 30-Jährige schied mit Dänemark bereits im Achtelfinale aus. 14 Tore gelangen Toft bei 17 Versuchen (82 Prozent). Warf gemeinsam mit Linksaußen Magnus Landin die viertmeisten Tore aller Dänen. Der Kreisläufer traf davon am meisten gegen den Handball-Zwerg Bahrain (6). Henrik Toft stand mit 224 Minuten mit am meisten auf der Platte bei Dänemark. Im entscheidenden Spiel gegen Ungarn (1 Tor) konnte er vorne kaum Akzente setzen. In der Defensive, im Abwehrzentrum an der Seite von Henrik Møllgaard (Paris Saint-Germain) oder seinem Bruder René mit schwankenden Leistungen. Note: 4
Lasse Svan (Dänemark):
Mit 21 Toren zweitbester dänischer Werfer nach Superstar Mikkel Hansen (26). Svan traf gegen Ungarn, Ägypten (je 6) und zum Auftakt gegen Argentinien (5) reichlich, vor allem gegen Schweden (kein Tor) und auch Bahrain (2) blieb er blass. Der 33 Jahre alte Rechtsaußen verwandelte insgesamt 84 Prozent seiner Würfe - eine gute Quote. Der Routinier und Vielspieler (227 Minuten im Einsatz) konnte nicht verhindern, dass diese WM für seine Dänen zur Enttäuschung werden sollte. Note: 4