Masters-Sieg als Extraschub

Hallenmasters Kiel

11.01.2016

Kiel. Am Ende war Florian Kirschke eiskalt und abgebrüht. Nachdem er zuvor den Schuss von Christopher Kramer abgewehrt hatte, verwandelte der Torwart des ETSV Weiche Flensburg den finalen Versuch vom Neun-Meter-Punkt - und machte seine Eisenbahner zum Masters-Sieger 2016. 
Der ETSV hat es wieder geschafft und wiederholte mit dem 5:3-Sieg nach Neun-Meter-Schießen den Turniersieg von 2014. »Wir waren schon den ganzen Tag sehr fixiert und haben dann gezeigt, das wir hier was erreichen wollen«, sagte Florian Kirschke. Stolz und glücklich war auch sein Trainer Daniel Jurgeleit. »Es ist außergewöhnlich, hier nun schon zum zweiten Mal zu gewinnen. Eine ganz tolle Sache nicht nur für den ETSV, sondern auch für Flensburg«, sagte Daniel Jurgeleit.

Wichtiger Auftaktsieg

Seine Schützlinge waren gleich zu Beginn hellwach. Torge Paetow, Fiete Sykora und Florian Meyer schossen den Regionalligisten zu einem souveränen 3:0-Auftaktsieg gegen Eutin 08. Der Start war gemacht. Weil das darauffolgende Spiel gegen Drittligist Holstein Kiel jedoch verloren ging (0:1) mussten die Eisenbahner höchstkonzentriert ins letzte Gruppenspiel, und zogen schließlich nach einem glanzlosen 0:0 gegen den Heider SV als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. Und agierte dort gegen den SV Eichede (Sieger der Gruppe B) höchstkonzentriert. Fiete Sykora schoss die Eisenbahner früh auf die Siegerstraße, und nachdem Florian Kirschke mehrfach in brenzliger Situation mit Händen und Füßen rettete, gelang Jonas Walter schließlich noch der erlösende 2:0-Siegtreffer.

Antennen gespitzt

Im Finale gegen Lübeck (der VfB hatte sich in einem teilweise hitzigen Halbfinale nach Neun-Meter-Schießen gegen Holstein Kiel durchsetzt) hatte Weiche sämtliche Antennen gespitzt und agierte höchst aufmerksam. Es sollte ein weitestgehend chancenarmes Spiel werden. 0:0 - das Neun-Meter-Schießen musste her. Und da hatte der ETSV eigentlich keine guten Erinnerungen an Lübeck - denn vor 12 Monaten beim Masters-Aus im Halbfinale trafen nur Kirschke und Florian Meyer vom Punkt. Diesmal war alles anders. Nacheinander netzten Jonas Walter, Florian Meyer, Fiete Sykora, Torge Paetow und schließlich Florian Kirschke ins Tor. »Man denkt nicht viel nach und es gehört auch viel Glück dazu«, sagte Florian Kirschke über seine entscheidende Parade gegen Christopher Kramer, bei dessen Schuss er bis zuletzt wartete - und hielt. Für den Sieg vor 9000 Zuschauern in Kiel erhielt der ETSV eine Siegprämie von 5000 Euro. Was bringt dieser Sieg bei der 18. Auflage des Hallenmasters in Kiel dem ETSV nun für den weiteren Saisonverlauf? »Schaden tut dieser Erfolg sicherlich nicht«, antwortete der 20 Jahre alte ETSV-Verteidiger Torge Paetow. »Diesen Schwung wollen wir nun in den weiteren Saisonverlauf mitnehmen.«