In den nächsten 30 Minuten wurden es dann aber 18 an der Zahl. Und das hatte seine Gründe. »Unsere Abwehr stand in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr so wie noch in der ersten Halbzeit. Und wir haben riesengroße Chancen liegen gelassen«, haderte Rasmus Lauge. Flensburg bekam insbesondere Veszpréms Rückraum-Star László Nagy (9 Tore) sowie Gasper Marguc (8/2) nicht mehr wirklich in den Griff. Veszprém-Keeper Mirko Alilovic (16 Paraden) war in Gala-Form, noch einen Hauch besser als Andersson und erst recht als der später eingewechselte Kevin Møller. Auch weil Holger Glandorf (1 Tor) und Johan Jakobsson (2) in der Offensive kaum zum erfolgreichen Abschluss kamen, hing der Weg ins Glück immer wieder an Lauge (8 Tore), der in den Schlusssekunden die Chance zum Ausgleich vergab. »Veszprém ist ein Klasse-Team, neben Paris einer der Favoriten auf den Champions League-Titel. Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen«, sagte Lauge. Veszpréms Trainer Javier Sabate jubelte: »Ein großartiger Sieg, denn Flensburg ist aktuell wohl das Team mit der besten Form überhaupt in Europa.«
Marc Reese mr@fla.de
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (12/1 Paraden), Møller (1 Parade, ab 50.) – Karlsson, Eggert (3/1), Glandorf (1), Mogensen (5), Svan (5), Jakobsson (2), Toft Hansen (1), Gottfridsson, Lauge (8), Mahé (1), Radivojevic, Kozina (2)
MVM Veszprém: Alilovic (16 Paraden) – Gulyas, Ivancsik (1), Schuch, Ilic (1), Nilsson (1), Nagy (9), Ugalde (1), Marguc (8/2), Terzic, Lekai, Palmarsson (1), Sulic (4), Sliskovic (3), Rodriguez
Schiedsrichter:Gubica/Milosevic (Kroatien); Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Kozina 2, Karlsson 2 – Nagy 2, Terzic 2);Siebenmeter: 1/1:3/2 (Ilic scheitert an Anderson);Zuschauer: 6300 (ausverkauft)