Grund für die leisen Töne ist das Verletzungspech. Vor der Europameisterschaft hatten sich die Kreisläufer Rene Toft Hansen und Patrick Wiencek Kreuzbandrisse zugezogen. Während der EM verletzten sich Steffen Weinhold und Christian Dissinger. Ohne das Quartett sind die Kieler deutlich geschwächt. Zwar hat der THW auf die Ausfälle reagiert und die Rückraumspieler Dener Jaanimaa und Blazenko Lackovic sowie Kreisläufer Ilija Brozovic verpflichtet. »Aber es wird nicht gelingen, sie zu 100 Prozent in die Mannschaft zu integrieren. Sie konnten kaum gemeinsam mit der Mannschaft trainieren«, sagt Storm. Die Konkurrenten beklagen weniger Pech. Die Rhein-Neckar Löwen hoffen, dass der zum weltbesten Linksaußen gewählte Uwe Gensheimer beim ersten Ligaspiel am Sonntag gegen Frisch Auf Göppingen wieder einsatzbereit ist. Rechtsaußen Patrick Groetzki wird aufgrund seines Wadenbeinbruchs erst Anfang März zurückerwartet. In Flensburg ist der Kreisläufer Anders Zachariassen (Kreuzbandriss) der einzige Akteur, der noch mehrere Wochen ausfallen wird. Jacob Heinl und Jim Gottfridsson trainieren nach ihren Verletzungen wieder mit der Mannschaft. Eigentlich hätte Flensburg am Mittwoch den HSV empfangen. Doch die insolventen Hamburger haben den Spielbetrieb Ende Januar eingestellt. »Unsere Geschäftsstelle war zwei Wochen lahmgelegt, weil wir mit den Dauerkaten-Inhabern nach Lösungen gesucht haben. Die meisten haben sich solidarisch gezeigt«, berichtet Schmäschke.Auch international sind alle drei Top-Clubs gut im Geschäft. Gemeinsam werden sie in die nächste Runde der Champions League einziehen. Storm glaubt, dass nicht nur die spielerische Qualität über Erfolg und Misserfolg entscheidet. »Es kommt darauf an, wem die wichtigen Spieler zum entscheidenden Zeitpunkt zur Verfügung stehen.« Der THW Kiel hätte demzufolge die schlechtesten Karten, schließlich geht es zum Auftak am Sonntag (19.30 Uhr/Liveticker www.fl-arena.de) gleich zum Erzrivalen nach Flensburg.
(dpa)