Endspiel für Vranjes

Handball-EM

17.01.2018

Varaždin. Ljubomir Vranjes war nach der 25:27-Niederlage seiner Ungarn gegen Spanien angefressen. Wie schon im ersten Spiel bei der Handball-EM gegen Dänemark hatte sein Team lange - diesmal sogar über 60 statt 40 Minuten - gut mitgehalten, war am Ende aber auf Grund von eigenen Fehlern erneut leer ausgegangen. Trotz zweier Pleiten konnte Ungarns Nationalcoach unmittelbar nach Spielende einem »Endspiel« um das Erreichen der Hauptrunde gegen Tschechien entgegenblicken, dachte er wie der Rest der Handball-Welt zu dem Zeitpunkt jedenfalls. Etwa zwei Stunden später verschlechterte sich die Laune des ehemaligen Flensburg-Trainers allerdings nochmals. Tschechien hatte sensationell mit 28:27 gegen Dänemark gewonnen und dafür gesorgt, dass Ungarn im letzten Gruppenspiel am Mittwoch (18.15 Uhr/www.ehftv.com) noch mehr unter Druck steht.Bei einer Niederlage ist Ungarn ohnehin raus. 

»Es wird hart«

Bei einem Unentschieden ebenfalls. Wenn Dänemark gegen Spanien nicht verliert, reicht Ungarn ein Sieg. In dem Fall haben die Magyaren genau wie Tschechien zwei Punkte, aber den direkten Vergleich gewonnen. Verliert Dänemark aber gegen Spanien muss Ungarn mit mindestens vier Toren Differenz gewinnen, da dann die Dreier-Konstellation zwischen Dänemark, Ungarn und Tschechien (in dem Fall alle zwei Punkte) zählt. So oder so sagt Vranjes: »Es wird hart«. Und der Coach will unbedingt weiter, schließlich hat er lange darauf gewartet endlich Nationaltrainer zu sein. »Ich wollte das hier und es ist auch für mich eine neue Herausforderung. Meine Jungs machen es überragend.« Jetzt muss allerdings der erste Sieg her. Ruwen Möller