Deutschland, das bei dieser EM die vergangenen vier Spiele allesamt gewann und mit mutigem, begeisterndem und frischem Handball für große Euphorie bei seinen Anhängern sorgt, muss nun Lösungen finden. In erster Linie gilt das für Bundestrainer Dagur Sigurdsson. »Die beiden Verletzungen sind natürlich ein kleiner Schock. Das tut mir leid für die Jungs, die hier bis zuletzt alles gegeben haben. Das ist bitter für uns und für den THW«, sagte der leidgeprüfte Isländer, der vor der EM bereits die Ausfälle von Kapitän Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki, Patrick Wiencek, Michael Allendorf und Paul Drux wegstecken musste. Als Reaktion auf die Ausfälle von Weinhold und Dissinger hat der Bundestrainer die Rückraumspieler Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) und Julius Kühn (VfL Gummersbach) nachnominiert. Beide kamen am Montag in Breslau an. Teammanager Oliver Roggisch betonte im Teamhotel eindringlich, dass sich die DHB-Auswahl nicht von den Ausfällen von Weinhold und Dissinger aus der Bahn werfen lassen werde. »Wir gucken nach vorne. Es gibt keinen Grund, um Trübsal zu blasen. Die Stimmung bei uns war und ist gut«, sagte Roggisch. Ähnlich äußerte sich auch Torwart Carsten Lichtlein: »Wir dürfen nicht jammern. Wir wollen das als Team auffangen. Es geht darum, sich jetzt voll auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren.«