Deutschland startet mit Sieg

Handball

19.01.2018

Varaždin. Titelverteidiger Deutschland ist mit einem Sieg in die Hauptrunde der Europameisterschaft in Kroatien gestartet. Gegen die Überraschungs-Mannschaft des Turniers, Tschechien, gewann der EM-Sieger von 2016 am Ende mit 22:19 (9:10). Damit hat Deutschland vor dem zweiten Spiel gegen Dänemark (Sonntag, 18.15 Uhr/live TV 2/ARD) vier Punkte auf dem Konto und vorerst die Spitzenposition in der Gruppe übernommen. Dänemark spielt allerdings später am Abend (20.30 Uhr) gegen Slowenien.
»Wir haben sicher noch Luft nach oben«, gestand Steffen Weinhold nach Spielende. »Aber wir haben jetzt zwei Punkte geholt und das war wichtig. Jetzt haben wir weiterhin Chancen auf das Halbfinale.«Auf die Frage, ob das Team zu Beginn verunsichert war, sagte der ehemalige Flensburger und heutige THW Kiel-Spieler: »Anfangs sicherlich, aber wir haben einander geholfen.«

Gegen die Tschechen, die in der Vorrunde überraschend gegen Dänemark und Ungarn gewonnen haben, zeigte Deutschland von Beginn an ein schwaches Spiel. Die DHB-Auswahl war stark verunsichert. Lediglich Torwart Silvio Heinevetter und Steffen Fäth hielten die Mannschaft im ersten Durchgang im Spiel. Zur Pause lag der zweifache Titelträger dennoch mit 9:10 hinten.Nach dem Seitenwechsel gab es kaum Besserung im Spiel. Vor allem im Angriff lief wenig zusammen. Fäth blieb als einziger Akteur torgefährlich. Die Tschechen führten Mitte der zweiten Hälfte mit 18:16 (48.) als ihnen die Puste ausging und Andreas Wolff ins deutsche Tor kam. Heinevetter hatte mit einer Quote von 41 Prozent gehaltener Bälle stark gespielt, aber Wolff machte den Kasten nun endgültig zu. Bis zum Spielende gelang den Tschechen nur noch ein Treffer.
Ruwen Möller

Statistik

Deutschland: Heinevetter, Wolff – Gensheimer 3, Lemke, Wiencek 1, Reichmann n.e., Pekeler 1, Weinhold 1, Weber 2, Fäth 8, Groetzki 1, Häfner 1, Janke n.e., Kühn, Kohlbacher 2, Drux 2
Tschechien: Mrkva, Galia n.e. – Hrstka , Becvar 1, Landa, Horak3, Kotrc, Kasparek 4, Stehlik, Petrovsky, Zdrahala 4/2, Cip 6, Svitak, Mubenzem, Kasal, Zeman
Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien)
Zuschauer: 3000
Siebenmeter: 1/1:2/3 (Wolff hält gegen Zdrahala)
Zeitstrafen: 3:4 (Wiencek, Fäth, Drux – Hrstka, Becvar, Landa, Stehlik)