Bereit für bissige Franzosen

Champions League

19.03.2016

Flensburg. Kentin Mahé ist besonders motiviert. Auf den Franzosen in Diensten der SG Flensburg-Handewitt wartet eine ganz besondere Partie, wenn seine SG Flensburg-Handewitt am Sonnabendabend im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Montpellier HB (17.30 Uhr, Live­ticker auf FL-Arena.de) antreten wird.

Vorfreude ist riesig

»Die Vorfreude ist riesengroß. Es ist schon sehr selten, dass man innerhalb so kurzer Zeit zweimal in Frankreich spielen kann. In Montpellier ist es für mich aber noch einmal etwas ganz Besonderes. Ich war vier Jahre alt, als Papa mit Montpellier HB Meister wurde. In dem Jahr wurde er mit Frankreich auch noch Weltmeister. Er hat mich als Kind immer mit in die Halle genommen. Der Fanclub Blue Fox hat dort eine große Tradi­tion und hält auch in schweren Zeiten zum Verein. Die Fans sind absolut treu und es sind die besten in Frankreich. Durch ihre Unterstützung ist Montpellier auch die lauteste Halle«, sagt der Handballer mit der Trikotnummer 35, der gerade erst am 6. März im Gruppenspiel bei Paris Saint-Germain (32:35) einen Gegner aus seinem Heimatland hatte.

Vranjes hat Respekt

SG-Cheftrainer Ljubomir Vranjes hat noch am Abend des Erfolges gegen Wetzlar mit der Vorbereitung auf das Montpellier-Spiel begonnen. Der Schwede spricht mit großem ­Respekt vor dem Achtelfinal-Gegner aus Frankreich. »Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, die sehr variabel agiert. Auch haben sie eine breite Truppe«, sagt Ljubomir Vranjes über den frischgebackenen Pokalsieger (Sieg gegen PSG). »Sie spielen sehr stabil. Wenn du relaxt, dann sind sie wie eine Schlange, beißen direkt zurück«, umschreibt der SG-Coach die Tücken gegen Montpellier HB. Er erwarte »zwei enge Spiele. Wie immer bei solchen Spielen ist für mich die Abwehr- und Torwartleistung ein wichtiger Faktor.« Torwart ist ein gutes Stichwort. Denn am Freitagmorgen, als die Mannschaft zunächst in den Bus stieg, um dann ab Hamburg per Flugzeug weiter nach Frankreich zu reisen, saß auch Mattias Andersson wieder auf seinem angestammten Platz. Der Star-Keeper der SG, der gegen Wetzlar noch wegen Fieber ausfiel, meldete sich rechtzeitig zum Spiel in Frankreich zurück und bildet mit Kevin Møller das Torwartgespann. Fehlen werden der SG die beiden verletzten Kreisläufer Jacob Heinl und Anders Zachariassen. Für die SG geht es darum, sich in Frankreich eine gute Ausgangsposi­tion für das Rückspiel am Ostersonntag (27. März, 17 Uhr, Flens-Arena) zu sichern.
Marc Reese