Handball

Alles hat ein Ende

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28.03.2019

Magdeburg. Geschichte die sich Wiederholt! Die SG Flensburg-Handewitt musste im 25. Spiel der laufenden Bundesligasaison beim SC Magdeburg die erste Niederlage einstecken. Dabei war es an gleicher Stelle vor einem Jahr, dass die Nordlichter die letzte Bundesliganiederlage einstecken mussten. Bei der 23:24-Niederlage, in einem Duell auf absoluter Augenhöhe, nutzten die Gäste schlussendlich die eine Möglichkeit zu wenig, um am Ende siegreich sein zu können. Dabei verdiente sich SG-Keeper Benjamin Buric sogar Bestnoten, am Ende half das aber alles nichts und der SC Magdeburg beendet erneut die Serie der SG.

Das Feuer, das auf den Rängen bereits vor der Partie loderte, schaffte es zu Beginn noch nicht auf das Spielfeld. Dafür fanden beide Mannschaften noch zu einfach den Weg zum Tor und die Torhüter standen oft allein auf weiter Flur. Wobei SG-Keeper Benjamin Buric gut ins Spiel kam und früh zwei Paraden auf dem Konto hatte.Ein vergebener Strafwurf vom sonst so sicheren  Magnus Jøndal und zwei schnell aufeinander folgende Zeitstrafen drohte aber den bis dahin absolut auf Augenhöhe agierenden Gästen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Im Stile einer vor Selbstvertrauen strotzenden Spitzenmannschaft schaffte die SG Flensburg-Handewitt aber die Unterzahl schadlos zu überstehen.So gut auch Buric im Kasten der SG agierte, stand ihm Jannick Green im Tor des SCM in nichts nach. Immer wieder bekam der dänische Weltmeister im Magdeburger Tor seine Finger dazwischen und schien seinen Worten "Wir haben Kiel geschlagen, jetzt wollen wir auch die beste Mannschaft Deutschlands schlagen" Taten folgen zu lassen. So bekam auch Hampus Wanne den zweiten SG-Strafwurf nicht an Green vorbei und ein Absetzen blieb bis dahin nur Wunschdenken.So ging es gleichauf in die Schlussphase der absolut ausgeglichenen ersten Halbzeit. Ein abgefangener Ball von Magnus Jøndal und die sicher verwandelte Chance von Lasse Svan brachte den Gästen die 12:10-Führung. Ein allerdings von der SG nur schwer zu bändigender Michael Damgaard sorgte mit seinem vierten Treffer im ersten Durchgang noch für den 11:12-Pausenstand. Einen emotionalen Höhepunkt gab es in der ersten Halbzeit auch noch. SG-Shooter Simon Jeppsson setzte den direkten Freiwurf in der letzten Aktion noch an den Kopf von Christian O'Sullivan und brachte die Bank des SC Magdeburg und die Halle nochmal richtig zum Kochen. Jeppsson kam aber mit mahnenden Worten der Unparteiischen davon und so ging es zum Abkühlen in die Kabinen.Ausgeglichen ging es auch in die zweite Halbzeit, wenngleich die Hausherren eine Nasenlänge vorn waren. Doch auf Benjamin Buric war verlass. Der SG-Schlussmann kaufte Robert Weber direkt einen Strafwurf ab und hielt die Gäste auf Augenhöhe. Zudem konnten die Gäste nach einem Gegentreffer umgehend kontern und blieben dran. Michael Damgaard blieb aber ein Problem für die SG Flensburg-Handewitt, die sich nach einer weiteren Zeitstrafe nach 40 Minuten erstmals beim 16:18 mit zwei Toren in Rückstand sehen musste.Trotz der steigenden Frustration über einige der Entscheidungen der Schiedsrichter schafften es die Gäste auf Tuchfühlung zu bleiben. Die gehaltenen Bälle von Buric wurden vermehrt in eigene Treffer umgesetzt und beim 18:18 (45.) war wieder alles im Lot für die Nordlichter, die die Spielkontrolle wieder an sich rissen.Immer wieder konnte die SG fortan vorlegen und die Heimmannschaft somit unter Druck setzen. Um sich Absetzen zu können fehlte den Gästen allerdings der ein oder andere Pfiff der Unparteiischen und auch die ein oder andere ausgelassene Möglichkeit erschwerte das Unterfangen. So ging es mit einem 23:23 in die letzten zwei Minuten.Unter Druck vom passiven Spiel übernahm Magnus Rød Verantwortung, setzte aber seinen Schlagwurf deutlich über das Gehäuse. Damit hatten die Gastgeber den letzten Angriff, um der SG die erste Niederlage seit einem geraumen Jahr beizubringen. Im letzten Moment nutzte Robert Weber seine Möglichkeit und sicherte den Hausherren den 24:23-Sieg. Damit hat sich die Geschichte Wiederholt, denn die letzte Niederlage der SG setzte es vor einem guten Jahr ebenfalls in Magdeburg. Lange Zeit zum Grämen bleibt dem Deutschen Meister aber nicht, wartet am Sonntag doch bereits das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Meshkov Brest.
Timo Fleth
Stimmen und Reaktionen hier und in der Flensborg Avis!

Statistik

SC Magdeburg: Green, Quenstedt - Musa 2, Chrapkowski 1, Musche 5/3, Kluge, Pettersson, Jimenez, Molina, Christiansen, Mertens, Lagergren 3, O'Sullivan, Bezjiak 3, Weber 3/1, Damgaard 7.SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Karlsson, Golla, Hald 4, Glandorf, Svan 7, Wanne, Jeppsson, Jøndal 6/1, Steinhauser, Zachariassen, Søgard Joahnnessen 1, Gottfridsson 2, Lauge 2, Rød 1.Zeitstrafen: 0:3.Siebenmeter: 6:3.Schiedsrichter: Fabian Baumgart/Sascha Wild.Zuschauer: 6600.

Spielinfos
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Liga: Bundesliga
Anstoss: Do - 28.03. 19:00 Uhr
Spieltag: 26. Spieltag
Ergebnis: 24 : 23
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