UPDATE: Emotionales Comeback MIT VIDEO
Handball
»Was soll ich sagen? Ich bin überglücklich. Schöner hätte ich mir meine Rückkehr nicht erträumen können. 14 Monate sind eine lange Zeit«, sagte ein sichtlich bewegter Jacob Heinl im Bauch der Flens-Arena nach dem begeisternden 37:27-Sieg seiner SG Flensburg-Handewitt im Champions League-Gruppenspiel gegen den Erzrivalen THW Kiel. Das Comeback von ihm - und auch seines Teamkollegen Jim Gottfridsson, der nach einem weiteren Mittelfußbruch ebenfalls monatelang fehlte - rührte die Fans und die Kollegen in der Mannschaft. »Phantastisch, dass wir Jacob und Jim wieder in der Truppe dabei haben«, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes zu Flensborg Avis. Und Torhüter Mattias Andersson schrieb noch vor Mitternacht auf Englisch bei Facebook: »Was für ein Derbysieg! Großartige Leistung! Großartig, Jacob Heinl und Jim Gottfridsson zurück im Team zu haben. Die Atmosphäre in der Arena war unglaublich!« Während Jim Gottfridsson nach viermonatiger Zwangspause zurückkehrte (der Schwede war am 10. Oktober 2015 im Spiel gegen Celje Pivovarna Lasko umgeknickt), war der Leidensweg von Nationalspieler Jacob Heinl weitaus schlimmer.
Leidensweg
Alles begann im Herbst 2014. Wie aus dem Nichts plagten den Sympathieträger Rückenschmerzen, eine genaue Diagnose aber blieb zunächst aus. Kurz vor Weihnachten 2014 mischte Heinl im Derby gegen Kiel mit (bis zum Sonnabend sein letzter Einsatz für seine SG), doch die Rückreise vom darauffolgenden Auswärtsspiel in Melsungen waren eine einzige Tortur - es folgte die Erkenntnis, dass er sich einen Coxsackie-Virus eingefangen hatte. Trotz Reha und Erholungspause wurde es lange Zeit nicht besser mit seinem Rücken. Doch Heinl kämpfte sich zurück - und ist seit Sonnabend wieder da. »Ganz beschwerdefrei werde ich nie wieder sein. Doch es sieht ganz gut aus«, sagte Jacob Heinl am Sonntagabend. Fast ebenso glücklich war sein schwedischer Teamkollege Jim Gottfridsson, der sich nach seinem dritten Mittelfußbruch seit Sommer 2014 einmal mehr zurückgekämpft hatte.


