Flensburgs Traum vom Final4 geplatzt

Champions League

28. April 2016, 06:30 Uhr

Genau wie das Hinspiel war auch der zweite Vergleich zwischen Kielce mit Michal Jurecki und Flensburg um Rasmus Lauge (r.) extrem spannend. (Foto: Piotr Polak/dpa)

Kielce. Der Traum vom zweiten Champions League-Triumph nach 2014 ist in aller letzter Sekunde auf tragische Art und Weise geplatzt. Die SG Flensburg-Handewitt verlor mit 28:29 (13:14) beim polnischen Meister KS Vive Tauron Kielce. 

Dabei wurde dem Titelträger von 2014 mit dem Schluss-Gong ein Siebenmeter-Pfiff verwehrt. »Die Leistung war überragend, wir sind sehr enttäuscht«, so Ljubomir Vranjes direkt nach Abpfiff.

Zum Spiel: Während bei der SG wie im Hinspiel die beiden Kreisläufer Jacob Heinl und Anders Zachariassen fehlten, mussten die Hausherren im Gegensatz zum ersten Spiel vor fünf Tagen auf Karol Bielecki verzichten. Der wurfgewaltige Ex-Bundesliga-Profi fiel mit Knieproblemen aus. Während die SG statt Anders Eggert mit Weltmeister Kentin Mahé auf Linksaußen überraschte, begann Kielce unerwartet mit Marin Sego und nicht Slawomir Szmal im Tor. Sego hielt gut, überragender Keeper der Partie war allerdings Flensburgs Mattias Andersson. Unzählige Paraden gingen auf das Konto des Schweden, darunter vier gehaltene Siebenmeter.
Die SG hatte wie schon im Hinspiel Schwierigkeiten mit der Chancenverwertung. Zudem wurden die Überzahl-Situationen nicht gut ausgespielt. Insgesamt blieb es spannend. 

Zur Pause lagen die Gäste mit einem Tor hinten. Kurz nach Wiederbeginn waren es plötzlich drei (16:19, 40.). Vranjes nahm eine Auszeit und die SG kämpfte sich zurück. Der Krimi ging bis zum Ende weiter. Einen 26:28-Rückstand (57.) konnte die SG abermals ausgleichen, am Ende fehlten den Norddeutschen ein einziger Treffer zum Weiterkommen. 

Ruwen Möller 

KS Vive Tauron Kielce: Szmal, Sego - Jurecki 9, Reichmann 7/5, Chrapkowski 1, Kus, Aguinagalde 2, Jachlewski 1, Strlek 3/2, Lijewski 3, Zorman 1, Cupic, Buntic 2, Paczkowski 

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Møller - Karlsson, Eggert 1/1, Glandorf 2, Mogensen 1, Wanne n.e., Svan 8, Toft Hansen 1, Gottfridsson 1, Lauge 8, Mahé 6/2, Radivojevic n.e., Kozina, Djordjic n.e., Jakobsson n.e. 
Schiedsrichter: Thierry Dentz und Denis Reibel (Frankreich) 
Zeitstrafen: 9:8 (Kus 3, Buntic, Jurecki 2, Lijewski, Chrapkowski, Zorman - Toft Hansen 2, Kozina, Karlsson 2, Mahé, Lauge 2) 
Rote Karte: Kus (dritte Hinausstellung, 52.) 
Siebenmeter: 12/7:5/3 (Eggert scheitert zwei Mal an Sego - Andersson hält gegen Cupic, Reichmann, Buntic und Strlek, Møller hält gegen Reichmann) 
Zuschauer: 4200